Ein Hajk ist eine tolle Erfahrung. Eine tolle Erfahrung die mit vielen schönen Erlebnissen verbunden ist. Ich habe bisher auch schon einige Hajks hinter mir und nun wieder einen vor mir. Wobei hier die Frage ist, ob denn hier eigentlich von einen typischen Hajk zu sprechen ist? Wohl eher nicht. Es geht mit dem Fahrrad zum Bucher Berg. Dort findet ab nächsten Freitag das Landeslager des VCP Land Bayern statt. Das zweite an dem ich bisher teilnehme. Mit meiner Sippe geht es dann an einem Tag von Karlshuld aus Richtung Bucher Berg. Eine nicht gerade kurze Radstrecke, aber eine machbare.
Hajks damit verbinde ich persönlich viele tolle Erlebnisse. Unvergesslich wird auf jeden Fall mein erster 3-Tages-Hajk auf unserer Polen-Großfahrt 2007 bleiben. Uns wurden die falschen Routenlängen mitgeteilt. Am Ende waren der anstatt angekündigten 25 km, gute 40 km. Nicht machbar in einem Tag. Also hieß es mit dem Sprinter auf nach Leba dem eigentlichen Zielort. Beim zurückhajken "rannten" die Ranger/Rover mehr oder weniger an uns vorbei, auf dem Weg zu ihrem Rekord. Sie stellten am zweiten Hajktag gegen Mitternacht schließlich den Stammes-Hajk-Rekord ein. 72,3 km in zwei Tagen - da ist Spitze!
Der England Hajk sollte da schon etwas schwieriger werden. Desto älter man wird, desto länger werden auch Distanzen. Diesmal liefen wir einen Ranger/Rover-Hajk und liefen in ca. zwei Tagen die komplette Distanz von 50 km. Zielort war schließlich die Ostküsten-Stadt Norwich. England zu entdecken war auf jeden Fall schön. Das Wetter war super, was man von England ja klischeehaft nicht kennt. Viele Wiesen, Felder - wundervolle Landschaften und sehr freundliche Menschen. Am zweiten Tag, vor den Toren von Norwich suchten wir uns einen Schlafplatz in einem Feld. Mitten in der Nacht brach ein Regen über uns herein, wir stellten uns am Straßenrand einer Nebenstraße unter. Hier hab ich dann in Jogginghose und Regenjacke noch ein paar Stunden zusammengekrümmt geschlafen. Die schrecklichste Nacht meines Lebens. Es war schrecklich kalt. Aber es war ein tolles Erlebnis über das ich immer wieder erzähle. Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.
Der wohl intensivste Hajk fand 2011 in Schweden statt. Im Nachhinein würde ich sagen ein Hajk für Herz und Sinne. Vier Tage, davon zwei Tage mit dem Kanu unterwegs auf Schwedens grandioser, atemberaubender und schier grenzenlos erscheidender Seelandschaft. Hier seht, ich ringe um Superlative. So etwas habe ich noch nie erlaubt. Die erste Großfahrt mit meiner Sippe und zugleich noch ein 4-Tages-Hajk. Eine tolle Herausforderung. Schwedens Landschaften, Wald und Seen sind wunderschön, nicht zu beschreiben. So eine Ruhe. Man kann sich mit Eindrücken nicht satt sehen. Und immer noch schwärme ich von diesen wundervollen Hajk. Es war zwar wohl insgesamt der Hajk der am anstrengendsten war, aufgrund der Länge, aber er war auch der Schönste.
Es wird wahrscheinlich nicht mein letzter Hajk gewesen sein. Und ich freue mich auf weitere. Den hajken ist eines der schönsten Sachen die ein Pfadfinder machen kann.
Herzlichst Gut Pfad
Maxi